Sanierung Wohnhaus Rheinsberg

Ein Rheinsberger Fachwerkhaus aus dem ausgehenden 
18. Jahrhundert wurde mit geringem Budget denkmalgerecht saniert und, soweit erforderlich, zurückgebaut.

Das märkische Rheinsberg fiel 1740 einem Stadtbrand zum Opfer und wurde anschließend unter der Leitung Knobelsdorffs, eines Architekten Friedrichs II., als geo­metrische Planstadt mit Typenhäusern wieder auf­ge­baut. Die Instandhaltung der Altstadt wurde während der DDR-Zeit vernachlässigt und einzelne Häuser mit den damals zur Verfügung stehenden Neubaufenstern und Standarddachstühlen stark überformt.

Bei der Sanierung des Hauses kamen zum Teil historische Handwerkstechniken wie Lehmstaken-Wickeln und Zapfenverbindungen zum Einsatz. Viele Arbeiten wurden von den Bauherren in Eigenleistung erbracht. Der rückseitige Anbau musste aufgrund des schlechten Zustandes fast komplett neu erstellt werden. Hierfür wurde eine Holz­­bau­weise mit verglaster Pfosten-Riegel-Konstruktion gewählt, so dass sich die Wohnküche großzügig zum Garten hin öffnet.

Adresse: Rheinsberg
Auftraggeber: privat
Wohnfläche: ca. 110 m²
Leistungen: LP 1–8
Zeitraum: 2013–2016
Baukosten: keine Angabe
Team: Björn Schmidt, Fabian Schwade; Fotos: Yannis Efstathiou

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