Gartenpavillon Ruppiner Land
Eine 130 Jahre alte, denkmalgeschützte Gartenmauer drohte umzufallen. Die auf der Südseite angrenzenden Nachbarn hatten lange an der Ziegelmauer Gefallen gefunden und suchten eine Lösung für ihren Erhalt.
Mittels hydraulischer Hilfsmittel konnte die Mauer wieder aufgerichtet werden. Im Anschluss wurden fehlende Ziegel denkmalgerecht ergänzt und alle offenen Mauerfugen wieder geschlossen. Um die Mauer auch auf lange Sicht zu stabilisieren, wurde seitens Tragwerksplaner eine Stützkonstruktion aus Stahlrahmen vorgeschlagen.
Die Bauherrenfamilie wünschte sich, die Stahlkonstruktion auch räumlich nutzen zu können, indem dort Funktionen für den Garten einziehen sollten. Entsprechend der – dem Gelände folgenden – Abstufung der Mauer wurden den Gartenbesitzern drei Stahlkuben vorgeschlagen, die als offene Laube und Sitzplatz, als verglastes Gewächshaus und als geschlossener Fahrrad- und Werkzeugschuppen dienen sollten. Der Pavillon wurde mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt, er wurde aber so dimensioniert, dass auf einen Bauantragsverfahren verzichtet werden konnte.
Aufgrund der anhaltenden Covid-Pandemie wurde während der Realisierung das Gewächshaus zugunsten einer Sauna ausgetauscht. Umsetzung vor Ort mit pulverbeschichteten Stahlhohlprofilen und unbehandeltem Eichenholz.
Auftraggeber: privat
Fläche: 24 m²
Leistungen: LP 1–5
Zeitraum: 2020–2021
Baukosten: keine Angabe
Team: Narjes Ghashghaei, Fabian Schwade