Grundschule Münster-Nienberge
In einem Wettbewerbsverfahren wird vorgeschlagen, die bestehende Grundschule um ein doppeltes Lernhaus zu erweitern. Der Neubau fügt sich gestalterisch an den Gebäudebestand mit seinen roten Ziegeln und geneigten Dächern an.
Jeder Jahrgang verfügt zukünftig über ein eigenes „Haus“. Im Neubau werden die Klassenbereiche jeweils über eine zentrale Diele erschlossen – zusätzlich sind jahrgangsintern alle Lern- und Betreuungsräume direkt miteinander verbunden. Eine Brücke verbindet Neu- und Altbau und sorgt für eine barrierefreie Erschließung auch des Bestandgebäudes. Die Mensa im Neubau ist auf den Schulhof hin orientiert, durch die zentrale Lage an der Gebäudeecke ist sie von der gesamten Schule aus sichtbar. Im Sommer kann diese Mensa zur Pausenhalle und zum Schulhof hin geöffnet werden.
Der Neubau wird als Ziegelgebäude aus einem gedämmten Porotonstein mit Vorsatzziegel errichtet. Energieeffiziente Holzfenster verstärken das Konzept der Materialsichtigkeit und machen es für die Schüler*innen erlebbar.
Das neue Schulgebäude wird über Erdwärmesonden beheizt. Eine PV-Anlage auf dem Dach des Neubaus erzeugt Elektroenergie, die die Wärmepumpe betreibt und zusätzlich ins Netz eingespeist wird. Die platzsparende Fußbodenheizung ermöglicht eine Temperierung auch im Sommer. Alle Räume sind mit kontrollierter Lüftung mit Wärmerückgewinnung ausgestattet, die raumweise und CO2-abhängig geregelt wird. Über diese Komponenten und die Wärmedämmwerte wird der Standard eines Null-Emissions-Hauses erreicht.
Auslobung: Stadt Münster
Nutzfläche: ca. 2.700 m²
Baukosten netto: ca. 3.3 Mio. Euro
Zeitraum: 2021
Leistungen: Wettbewerbsentwurf
Team: Maud Cassagne, Narjes Ghashghaei, Fabian Schwade
Landschaftsarchitektur: Hahn Hertling von Hantelmann Landschaftsarchitekten
Auftraggeber: Stadt Münster
Nutzfläche: ca. 2.700 m²
Leistungen: Wettbewerbsentwurf
Zeitraum: 2021
Baukosten netto: ca. 3.3 Mio. Euro