Atelierhaus Berlin-Kreuzberg

Am U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof soll ein Atelierhaus entstehen für Künstler*innen im Kreuzberger Kiez. Im Erdgeschoss finden ein Projektraum Platz sowie ein Raum für Kulturelle Bildung im Kiez und Kunstvermittlung. Das leere Grundstück ist durch die Lage zwischen der Skalitzer Straße mit der Hochbahntrasse und der Wiener Straße mit der direkt benachbarten Feuerwache für eine Wohnnutzung nur wenig geeignet. Das vom Berliner Senat im Erbbaurecht zu pachtende Grundstück bietet aber einen der letzten Leerräume im Stadtgewebe, der zukünftig im Interesse des Kiezes genutzt werden kann: Durch ein Angebot an Räumen für Kunstproduktion und -vermittlung kann eine Lücke geschlossen werden, die durch den stetigen Wegfall von Atelierräumen und die Verdrängung von Künstler*innen aus dem Innenstadtbereich Berlins entstanden ist (s. Weissbuch II Atelierförderung). Die Position der Ateliers in der „ersten Reihe“ von zwei wichtigen Kreuzberger Straßen ermöglicht Künstler*innen die Teilhabe am städtischen Raum. Durch die Erstellung des Atelierhauses durch eine Genossenschaft kann die Nutzung dauerhaft gesichert werden, das Grundstück wird dem Immobilienmarkt entzogen.
Das Atelierhaus besteht aus drei Baukörpern: Die Ateliers werden als zwei Holzgebäude errichtet, mit je einem Bauvolumen zur Skalitzer und zur Wiener Straße. Ein gemeinsames Sichtbeton-Treppenhaus als eigenständiger Baukörper erschließt alle Einheiten in beiden Gebäuden. Der halböffentliche EG-Bereich wird durch das offene Treppenhaus in die Vertikale erweitert.
Die Ateliers werden außenseitig mit gelb-gefärbten Schaltafeln verkleidet, die zuvor für den Bau des Treppengebäudes genutzt werden. Das leuchtende Gelb der Fassaden im Stadtraum signalisiert die besondere Nutzung des Gebäudes.

Leistungen: Konzeptstudie
Nutzfläche: 1.500 m²
Zeitraum: 2022
Team: Narjes Ghashgaei, Fabian Schwade


Genossenschaft und Baugemeinschaft
Inklusion
Studie/Wettbewerb